Die digitale Rechnungsstellung birgt einige Feinheiten, wie zum Beispiel das „Self-Billing“ oder die Selbstabrechnung – was ist das? Es handelt sich um ein System, bei dem ein Kunde die Rechnung, die Sie ihm ausstellen müssen, selbst erstellt.
Das klingt zwar etwas seltsam, ist aber in Wirklichkeit sehr praktisch und kann in bestimmten Fällen eine der effizientesten Lösungen sein. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Dienstleister und Ihr Kunde bittet Sie, Ihre Arbeitszeiten bei ihm mit seinem Zeiterfassungssystem zu erfassen. Wenn nur Ihre Arbeitszeit zählt, ist es ganz einfach, ihn zu bitten, Ihre Rechnung selbst zu erstellen.
Das vorangegangene Beispiel ist letztlich recht selten, aber hier ist ein deutlich anschaulicheres Beispiel für „Self-Billing“, mit dem Sie höchstwahrscheinlich in einer ERP-Software zu tun haben werden: Stellen Sie sich vor, Sie installieren Solarmodule auf dem Dach Ihres Unternehmens. Ihr Stromversorger verkauft Ihnen Energie, kauft Ihnen aber die Energie ab, die Sie mit Ihren Solarmodulen erzeugen.
Dies gilt umso mehr und ist noch komplexer, wenn Sie beispielsweise öffentliche Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung stellen. In diesem Fall verkaufen Sie Ihre Energie an einen Dritten, der sie dem Endverbraucher in Rechnung stellt. Sie sind sicherlich kein Profi im Stromverkauf und haben keine Zeit, alle Ablesungen vorzunehmen und all dies zu verwalten. Ihr Betreiber hingegen schon – über seine digitalisierten Stromzähler. Das ist der Energieversorg.
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